Schiffsfonds: Doppelte Anziehungskraft
Sowohl die drastisch steigenden Chartererlöse als auch die steuerlichen Vorteile machen Schiffsfonds für Anleger interessant.
Einnahmen. Zwar gab es bereits in der Vergangenheit vorübergehende und deutliche Steigerungen der Chartereinnahmen. Doch ein solch lang andauerndes und extremes Preishoch wie seit zwei Jahren ist einzigartig und lockt daher viele Investoren.
Tonnagesteuer. Bei fast allen Beteiligungen fließen die Erträge nahezu ohne Abzüge an die Anleger. Für die Zurückhaltung des Finanzministers sorgen die Tonnagesteuerregeln. Danach wird unabhängig vom tatsächlichen Ertrag eines Schiffes nur eine geringe, pauschale Abgabe fällig. Diese beträgt meist 0,1 bis 0,2 Prozent des Ertrages.
Kombimodelle. Einige Beteiligungen bieten sogar doppelte Steuervorteile. Zu Beginn dürfen Verlustzuweisungen - meist 30 bis 40 Prozent - mit anderen Einkünften verrechnet werden. Spätestens zum Ende des dritten Jahres wechseln Fonds zur Tonnagesteuer. Wichtig: Beim Verkauf eines Schiffes werden die Abschreibungen, zumindest teilweise, nachversteuert. Kombimodelle werden immer seltener angeboten, ab 2007 gibt es solche Produkte gar nicht mehr.
Nachdem die Pläne zur Streichung der Verlustzuweisungen zunächst scheiterten, korrigierte Analyst Stefan Loipfinger seine Prognose und erwartet 2005 einen neuen Verkaufsrekord für Schiffsfonds.
CAPITAL, 23. August 2005
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