Schiffsfonds: Die Nachfrage steigt weiter
Im ersten Halbjahr 2005 sammelten Schiffsbeteiligungen in Deutschland über eine Milliarde Euro bei den Anlegern ein, teilt die Krüger-Gruppe mit. Dies seien rund 30 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2004. „Wir gehen davon aus, dass die gute Nachfrage auch im zweiten Halbjahr anhält, so dass wir insgesamt auf ein platziertes Eigenkapital von rund 3,4 Milliarden Euro kommen könnten“, sagt Tinus Brehm, Geschäftsführer der Krüger-Gruppe, die bereits 1976 in Hamburg gegründet wurde und Schiffsfonds sowie Beteiligungen an Immobilien im Ausland vertreibt. „Dies würde ein Marktwachstum um etwa 20 Prozent im Vergleich zum bereits sehr guten Jahr 2004 bedeuten“, so Brehm.
Entscheidend für die weitere Entwicklung des Marktes sei, ob die Anbieter die gestiegene Nachfrage noch mit genügend qualifizierten Angeboten bedienen können, so Brehm. Hier gebe es Engpässe, weil die Neubaukapazitäten aller Werften weltweit für die kommenden zwei bis drei Jahre nahezu ausgebucht seien.
Die gute Entwicklung der Schifffahrt könne jedoch weiter anhalten, meint Brehm. „Das seit vielen Jahren extrem starke Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft ist der Schifffahrt und damit den Investoren sehr zuträglich. Darüber hinaus treten weitere Megastaaten wie beispielsweise Indien zunehmend in den internationalen Wettbewerb und Warenverkehr ein.“ Für die Schifffahrt bedeute dies Wachstum vor allem auf den langen Transportwegen, was für Auslastung, Planbarkeit und Profitabilität sehr gut sei.
Nur eine starke Rezession in Nordamerika und Europa könnte die positive Entwicklung laut Brehm gefährden. Denn dann würden sich die langen Warenund Güterströme aus Asien in die Abnehmerländer verkürzen. Können sich Nordamerika und Europa jedoch gegenüber Asien behaupten, werden die Charterraten in den wesentlichen Schiffsmärkten für längere Zeit stabil und hoch bleiben, so Brehm.
DER FONDS, 25. August 2005
|