Charterraten stabilisieren sich
Nach dem Sinkflug der vergangenen Monate, scheint sich die Situation an den Chartermärkten wieder etwas zu entspannen: Im März haben die Charterraten insgesamt sehr stabil und mit einer leicht positiven Tendenz gezeigt, berichtet das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) aus Bremen. Der von Howe Robinson berechnete Charterratenindex ist im März auf 1.230 Punkte geklettert. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das zwar einen Zuwachs um 0,8 Prozent – allerdings liegen die Charterraten immer noch 41 Prozent unter dem Wert vom Sommer 2005 und 4,8 Prozent unter dem Niveau von Anfang Januar.
Dabei sei in den von Howe Robinson ermittelten Daten eine relativ eindeutige Trennung zwischen den oberen und unteren Größenklassen zu erkennen gewesen, teilt das ISL mit. Während sich im März alle Größenklassen unterhalb von 1.700 TEU positiv entwickelten, hatten die Klassen oberhalb von 1.700 TEU mit stagnierenden oder teilweise sogar leicht sinkenden Raten zu kämpfen.
Interessant sei in diesem Zusammenhang jedoch der Vergleich mit den Daten von Clarkson, so das ISL weiter. Zwar bestätige der von dem Schiffsmakler berechnete Charterindex die leichte Steigerung der Raten – allerdings profitierten dabei vor allem die größeren Segmente, bei den kleineren Typen gebe es dagegen leichte Verluste. Somit sind die Trends exakt entgegengesetzt.
Während Howe Robinson zufolge die höchsten Zuwächse mit 1,8 Prozent im März bei Vollcontainerschiffen der Größenklasse 1.000 bis 2.000 TEU lagen, vermeldet Clarkson in diesem Segment fallende Raten. Gleiches gilt für Schiffe oberhalb von 3.000 TEU: Die Charterraten für die Größenklasse 4.500 TEU verloren bei Howe Robinson um 4,8 Prozent und standen am Monatsende bei 30.000 Dollar pro Tag. Bei Clarkson legten die Raten für diesen Typ dagegen um 4,8 Prozent zu und kletterten auf 34.000 Dollar pro Tag.
DER FONDS, 25. April 2006
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