500.000 Hafen-Arbeitsplätze
ZDS legt aktuelle Untersuchung vor - „Beschäftigungschancen nutzen“
Der wachsende Umschlag in den deutschen Seehäfen mit im vergangenen Jahr erstmals über 300 Millionen Tonnen Güter aller Art hat zu außerordentlich positiven Beschäftigungswirkungen geführt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). In den Analysen einzelner Seehäfen sind die von den Umschlagplätzen ausgehenden Beschäftigungseffekte ausgewertet worden. Danach sind in Deutschland derzeit rund 500.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt hafenabhängig. Nach bisherigen Schätzungen Mitte der neunziger Jahre waren 300.000 Arbeitsplätze von den Seehafenfunktionen abhängig.
„Der Erhalt und Ausbau hafenunmittelbarer Tätigkeiten ist damit ein wesentlicher Beitrag zur Beschäftigungsentwicklung in Deutschland“, sagte gestern ZDS-Hauptgeschäftsführer Klaus Heitmann. Nach der neuen Seeverkehrsprognose im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wird das Aufkommen der deutschen Seehäfen bis 2025 um das Eineinhalbfache auf 759 Millionen Tonnen zunehmen. Dabei wird sich der Containerverkehr von 10,8 Millionen TEU auf 45,3 Millionen TEU mehr als vervierfachen, während sich der Fähr- sowie der RoRo-Verkehr in den deutschen Ostseehäfen von 27 Millionen auf 71,7 Millionen Tonnen fast verdreifachen wird. Angesichts dieser Wachstumspotenziale der deutschen Seehäfen müsse es Ziel von Hafenwirtschaft, Küstenländern und Bund sein, diese Wachstums- und Beschäftigungschancen zu nutzen.
THB, 3. August 2007
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