Charterraten steigen weiter
Geringes Angebot an moderner Tonnage - 1.600/1.700-TEU-Schiffe dominieren
Nachdem der BOX-Index zuletzt vor einem Jahr mehr als 150 Punkte aufwies, konnte er mit aktuell 155,55 Punkten die Schwelle deutlich überschreiten.
Trotz der gerade erst zu Ende gehenden Sommerpause mit traditionell weniger Aktivität führt das geringe Angebot an moderner Tonnage zu steigenden Charterraten. Nach wie vor charakterisiert das begrenzte Angebot die Marktsituation, wobei offensichtlich einige Eigner ihre Schiffe in der Hoffnung auf weiter steigende Raten noch bis zum Ende der Ferienzeit zurückhalten. Abgesehen von einigen Chartervereinbarungen für noch zu bauende Megacarrier wurde der Chartermarkt von der Größenklasse der 1.600/1.700-TEU Schiffe dominiert.
Moderne 1.700-TEU-Schiffe erzielten für 24 Monate bis zu 17.850 US-Dollar pro Tag und notieren bei 18.500 US-Dollar pro tag für die einjährige Periode. Noch vor einem Monat bewegten sich die Raten in der Bandbreite von 15.000 US-Dollar bis 16.000 US-Dollar pro Tag. Inzwischen wird auch klarer, warum dieser Schiffstyp aktuell so stark gefragt ist. Zahlreiche Feederoperator haben neue intra-asiatische Liniendienste, vornehmlich vom Fernen Osten nach Indien, angekündigt, welche mit entsprechender Tonnage ausgestattet werden müssen.
Nach wie vor ist die Ordertätigkeit bei den Very Large Containerships (VLCS) mit 12.000 TEU bis 13.500 TEU sehr hoch. Mindestens 48 weitere Schiffe dieser Größenklasse wurden im Berichtsmonat vornehmlich bei koreanischen Werften, bestellt. Insgesamt, so Marktbeobachter, dürfte das Orderbuch in dieser Klasse bei knapp über 100 Schiffen liegen.
Quelle: THB, 17. September 2007
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