Schiffe werden immer umweltfreundlicher
Durchbruch bei IMO: Kein Schweröl mehr ab 2020 - Deutsche Delegation setzte sich in London durch
Nach monatelangen schwierigen und sehr kontroversen Verhandlungen über den Einsatz sauberer Schiffstreibstoffe konnte jetzt der entscheidende Durchbruch erzielt werden. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte nach der Unterzeichnung der Übereinkunft bei der International Maritime Organization (IMO) in London, dass die "Luft- und Umweltverschmutzung durch Seeschiffe dank der erzielten Beschlüsse bald Geschichte" sei. Die Überzeugungsarbeit der deutschen Delegation habe sich ausgezahlt.
Deutschland hatte sich, unterstützt von Norwegen und Finnland, in der IMO erfolgreich für die Umstellung vom schwefel- und rückstandsreichen Schweröl auf sauberere Treibstoffe eingesetzt. "Mit großer Mehrheit", so Tiefensee weiter, "sind die weit über 100 Mitgliedsstaaten dem deutschen Vorschlag gefolgt."
Die Neuregelung sieht vor: Ab 2020 sollen Schiffe nur noch mit schwefelarmen Bunkerölen (Destillaten) fahren dürfen. Auf Nord- und Ostsee gilt dies sogar schon ab 2015. Nord- und Ostsee sind so genannte Schwefelemissions-Überwachungsgebiete (SEACs), in denen bereits heute hohe Standards für Schweröl gelten. In diesem Zusammenhang kündigte Tiefensee an, dass sich die Bundesregierung dafür einsetzen werde, dass auf europäischer Ebene weitere Gebiete folgen werden.
THB.info, 8. April 2008
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